Welche Yoga-Stile, welche anderen Disziplinen und Einflüsse prägen deinen Unterricht?
Meine Yogaheimat fand ich 2006 in Köln bei Vishnus Couch. Dort absolvierte ich die 200h und 300+ Ausbildung im Vinyasa Yoga und es folgten jede Menge Weiterbildungen. Mein Unterricht ist deshalb sehr vielseitig: vom dynamisch kreativen Flow – mal ruhig und meditativ, mal etwas kräftiger über Pre- und Postnatalyoga bis hin zum Mantrayoga mit viel Musik, Klang und Inspiration. Die Integration der Yogaphilosophie in den Unterricht und damit in den Alltag war mir schon immer ein Herzensanliegen. Heute kombiniere ich Yoga mit meinem psychologischen und spirituellem Coaching. Dabei lasse ich vor allem in meinen Workshops meine Erkenntnisse und Erfahrungen aus meiner schamanischen Heilerausbildung, als psychologische Beraterin und die intuitive und energetische Arbeit als Aura-Chakra-Readerin zusammenfließen.

Warum unterrichtest du Yoga?
Ich kann mich noch sehr gut an das Gefühl erinnern, wie angenehm schwer und entspannt mein Körper nach meiner ersten Yogastunde in Shavasana im Boden zu versinken schien. Ich war mir selbst so wunderbar nah. Mindestens genauso präsent sind mir aber die vielen Denkanstöße und Inspirirationen, die ich während der Yogastunden erhielt und die mein Leben nachhaltig und positiv verändert haben. Immer wieder wurden ganz neue Seiten von mir ins Licht gerückt – die schönen, aber auch die ein oder andere Schattenseite. Ich lernte (und bin auch immer noch dabei zu lernen), die Dinge anzunehmen, wie sie sind, lernte, das alles in ständiger Veränderung ist und ich weiß nun, dass es mir sehr viel besser geht, wenn ich mich in Vertrauen und Zuversicht übe, anstatt gestresst und voller Zweifel mein eigenes Leben an mir vorbeiziehen zu sehen. Ich bin unendlich dankbar, dass Yoga mich auf diese Reise zu mir selbst geschickt hat. Ich möchte inspirieren und teile meine Erfahrungen mit großer Leidenschaft. Yoga ist Leben.

Beschreibe jemandem, der noch nie Yoga praktiziert hat, deine Art, Yoga zu unterrichten
Im Vinyasayoga verbinden wir Atem und Bewegung zu einem ruhigen dynamischen Fluss. Das heisst jeder neue Atemzug leitet eine neue Bewegung ein. Mithilfe der Atmung lernst du dich von innen heraus mehr aufzurichten, mehr Weite in deinen Herzraum zu bringen – und du erfährst, was es heisst, auch mal loslassen zu dürfen. Yoga wirkt schon mit den ersten bewussten Atemzügen, weil sich der Geist durch diesen Fokus nach innen, hin zur Atmung, ganz automatisch entspannt. Egal, ob du deinen Körper kräftigen oder flexibler werden willst. Ob du etwas gegen deine Rückenprobleme unternehmen möchtest oder dich einfach nach etwas mehr Ruhe und Entspannung sehnst.All das ist richtig und auf jeden Fall ein guter Grund, um mit der Yogapraxis zu beginnen. Yoga ist etwas sehr Persönliches. Hier geht es einzig und allein um dich und um deine Entwicklung. Yoga bietet uns vielerlei Werkzeuge für mehr Achtsamkeit und ein besseres Körperbewusstsein. Ich versuche meine Schüler genau dort abzuholen, wo sie gerade stehen und mir ist es besonders wichtig zu vermitteln, dass Leistungsdenken, Vergleiche, Druck und das allgemeine „zu viel nachdenken“, ganz sicher nicht dafür sorgen, dass das Leben mehr Harmonie erfährt.

Wie hat Yoga dein Leben verändert?
Yoga und die spirituelle Praxis, die dahinter steht, lehren mich jeden Tag ein bewussterer Mensch zu sein. Ahimsa, die Gewaltlosigkeit, ist dabei ein großes Thema in meinem Leben geworden. Gestresst von meinem Job in der Filmproduktion setzte ich meinen Fuß damals zum ersten Mal auf die Yogamatte und lernte sehr schnell, dass es essentiell ist, To-Do-Listen, Terminen und Leistungsdruck auch mal ganz bewusst Stille entgegenzusetzen. Einfach mal sich selbst zu lauschen. Nur so können wir in unserem Alltag dauerhaft „funktionieren“ und Leistung erbringen. Die Idee von Ahimsa führte aber auch dazu, dass ich nicht nur lernte mich selbst mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren, sondern eben auch, dass Qualitäten wie Mitgefühl und Empathie für mich selbst und die Welt um mich herum gestärkt wurden. Dass ich deshalb seit fast 25 Jahren vegetarisch/vegan lebe ist nur ein kleiner persönlicher Bereich meines Lebens, der deutlich macht, dass Yoga überall stattfindet. Nicht nur auf der Yogamatte.

Dein Kraftort?
Das sind das Meer und der Pferdestall 😉 Die Ostsee ist ein magischer Ort. Und seit 2020 darf ich hier leben. Die Wellen des Meeres sind wie die Bewegungen des Atems und lassen mich täglich tiefe Dankbarkeit, Ruhe und Verbindung spüren. Auch meinen Mädchentraum habe ich mir erfüllt und verbringe nun sehr viel Zeit mit meinem wundervollen Pflegepferd. Weitere Kraftorte sind für mich der Yoga Vidya Ashram in Bad Meinberg, Festivals und Yoga-Events.

Wofür gibts du gern Geld aus?
Aus- und Fortbildungen.