Welche Yoga-Stile, welche anderen Disziplinen und Einflüsse prägen deinen Unterricht?
Vinyasa war meine erste Yoga-Liebe und auch der Yoga-Stil, in dem ich meine erste Ausbildung gemacht habe. Obwohl Vinyasa meinen Unterricht noch sehr prägt, habe ich in der Zwischenzeit viele weitere Einflüsse gesammelt und integriere daher verschiedene Aspekte aus ganz unterschiedlichen Yoga-Richtungen; von Kundalini bis Bikram und von Power bis Yin Yoga. Ich fühle mich befreit darin, alles so zu mischen, da die verschiedenen Stile alle ihre individuellen Vorteile haben und dabei auf einer gemeinsamen Basis beruhen.

Warum unterrichtest du Yoga?
Mein Hauptziel beim Unterrichten ist es, dass sich am Ende der Stunde alle Teilnehmer ein bisschen besser fühlen. Ein bisschen rühiger, ein bisschen stärker, ein bisschen stabiler. Ich hoffe, dass Yoga es den Menschen ermöglicht, ihr eigenes Leben ein bisschen mehr zu geniessen und zu feiern.

Beschreibe jemandem, der noch nie Yoga praktiziert hat, deine Art, Yoga zu unterrichten
Ich bemühe mich eine sichere und ruhige Atmosphäre zu kreieren, um dir die Sicherheit zu geben, in dich hinein zu gehen, an deine Grenzen zu stoßen und dich in dem Moment ganz so zu akzeptieren, wie du gerade bist. Ich leite meine Teilnehmer zu Beginn meist durch eine Meditation, gefolgt von einem Flow mit energetischen Höhen und Tiefen, das beinhaltet dynamisch-herausfordernde Sequenzen gemischt mit sanften, achtsamen und ruhigen. Leichtigkeit, Geselligkeit und Spaß liegen mir beim Yoga und im Unterricht sehr am Herzen.

Erinnerungen an deine erste Yogastunde als Schülerin
Ich musste mich die ganze Zeit im Raum umschauen, obwohl die Lehrerin mehrmals versucht hat zu erklären, es sei nicht wichtig, was die anderen machen und ich solle mit meinen Gedanken bei mir bleiben. Ich konnte jedoch gar nicht verstehen, wohin ich zum Beispiel mit meiner Hand sollte und welches Bein mit welchem wie verknotet werden kann; geschweige denn ruhig zu bleiben und an meine Atmung zu denken. Es war alles ein bisschen viel, nichtsdestotrotz war ich nach der Stunde sofort „hooked“.

Dein Moment der Stille?
Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, morgens zu meditieren, zusätszlich zu meiner Hatha Yoga-Praxis. Ich nehme ein Kissen, eine Decke und versuche meine beiden Katzen aus dem Raum zu locken. Dann setze ich mich hin und mache entweder eine geführte Meditation oder sitze in Stille. Diese kleine Änderung hatte subtile, aber signifikante Auswirkungen auf mein Leben. Ich habe gemerkt, dass ich viel besser Wut und Unzufriedenheit loslassen konnte und mehr Platz hatte für positive Emotionen.