Yoga-Architektur – lerne deinen Körper zu verstehen

14. April 2018

„Nutze die Asana, um in deinen Körper zu gelangen – nicht deinen Körper, um in die Asana zu kommen.“ (Bernie Clark)

So unterschiedlich wir von außen betrachtet aussehen, so unterschiedlich ist auch unser Knochenbau. Daher gibt es nicht eine korrekte Ausrichtung im Yoga sondern mehrere. Zu Beginn meiner Yogalaufbahn bin ich immer wieder in bestimmten Übungen an meine Grenzen gestoßen und habe es schlicht als „ich muss wohl noch flexibler werden“ abgetan. Tatsächlich gibt es einen großen Unterschied zwischen Flexibilität und Gelenkigkeit. Flexibilität lässt sich erarbeiten, Gelenkigkeit ist, wie das Wort schon sagt, vom Gelenk abhängig und dadurch von unserem Skelett vorgegeben.

An diesem Nachmittag schauen wir uns an, wie sich unser individueller Knochenbau auf unsere Yogapraxis auswirkt. Wir räumen auf mit dem Mythos, dass der Lotussitz die ultimative Meditationspose ist und schauen uns an, warum Asanas wie die Taube, Virasana (Heldensitz), Krieger 1 oder auch Schulterstand nicht für jeden nach der klassischen Ausrichtung gesund möglich sind und wie wir sie anpassen können. Anhand von Gelenktests erkunden wir unseren natürlichen Bewegungsspielraum in den Haltungen. Dabei unterscheiden wir immer zwischen Kompression und Dehnung. An einer Dehnung kann man Stück für Stück arbeiten, die Kompression der Knochen und Gelenke jedoch ist im Skelett vorgegeben und lässt sich nur sehr wenig bis gar nicht ändern.

Schmerz sollte nie Bestandteil einer Yogapraxis sein und doch kommt es immer wieder vor, dass Schüler fragen, ob ein bestimmter Schmerz nicht doch dazu gehört, den sie einfach aushalten müssen, bis sie flexibel, stark, „fortgeschritten“ genug sind. Im Yoga geht es darum, seinen eigenen Körper kennenzulernen – mit allen Grenzen, aber auch Freiräumen, die jeder mit sich bringt. An einigen Grenzen lässt sich achtsam arbeiten, andere Limitierungen dürfen liebevoll angenommen werden.

Lehrerin: Julia Rathjens

Beginn: 14.00 – 16.30 Uhr


Kosten: 40,- €

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Die o.g. Teilnahmegebühr ist bis spätestens 14 Tage vor Workshop-Beginn auf unser Konto einzuzahlen. Die Kontodaten erhältst du per E-Mail. Mit dem Eingang des Betrages ist der Platz verbindlich reserviert. Bei Stornierung bis 7 Tage vor dem Workshop erstatten wir die Gebühr in voller Höhe. Bei Stornierung 6 bis 1 Tag(e) vor Workshop-Beginn erhältst du eine Gutschrift über den gezahlten Betrag. Eine Stornierung oder Umbuchung muss schriftlich erfolgen. Am Veranstaltungstag ist keine Stornierung und keine Umbuchung mehr möglich. Auch bei Nichterscheinen ist die Gebühr in voller Höhe fällig. Mit deiner Anmeldung und der Überweisung der Teilnahmegebühr akzeptierst du diese Bedingungen.